Monsanto’s Greenwashing-Strategie

…oder: Wie wird der WWF zum Erfüllungsgehilfen Monsanto’s?

Laut dem wiederveröffentlichtem Buch „The Globilization of War“ hat Monsanto den WWF (World Wide Fund of Nature) von der Umweltfreundlichkeit seines gentechnisch veränderten Sojas überzeugt. Der WWF unterstützt den Agrochemieriesen bei der Umsetzung seiner Pläne den Amazonas abzuholzen um riesige Flächen für den Anbau von Gensoja zu gewinnen. Wer künftig dem WWF Geld spendet, so der Vorwurf, fördert die Pläne Monsantos, die weltweite Kontrolle über die Landwirtschaft zu erlangen.

Der WWF hat an der Gründung des „Runden Tisches für verantwortungsvollen Anbau“ (Round Table on Responsible Soy, RTRS) mitgearbeitet, um den globalen Anbau von Gensoja zu fördern. Mitglieder des RTRS, die das „RTRS-Zertifikat“ kreiert und jetzt dem Gensoja von Monsanto verliehen haben, sind Monsanto, Syngenta, Bayer, Nestlé, Cargill u.a.

Monsantos Taktik des „Greenwashing“ seiner Produkte mithilfe von UmweltschützerInnen, die einen hohen Vertrauensvorschuss genießen, geht scheinbar auf. Wie sie es schaffen, die Verantwortlichen der UmweltschützerInnen umzustimmen, bleibt Spekulation. Jedenfalls ist diese Kooperation für Gutgläubige und Nichtwissende, die Umweltinitiativen und verantwortungsvolles Handeln fördern, eine unheilvolle Verbindung. Unterstützen sie durch ihre Spende doch genau das Gegenteilige von dem, wofür sie sich eigentlich einsetzten wollten. Kein Wunder, dass der WWF die Wiederveröffentlichung des Buches mit Klagen verhindern wollte. Der WWF steht schon lange im Verdacht sein vertrauenswürdiges Image missbräuchlich zu verwenden.

Kurt Walser

Links:
http://www.globalresearch.ca/monsanto-teams-up-with-world-wildlife-fund-wwf-to-convert-amazon-into-giant-gmo-plantation/5476826

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BIG WIN – El Salvador schmeisst Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land – El Salvador Kicks Monsanto & Their Seeds Out Of Country – netzfrauen– netzfrauen

Und es geht doch!

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newsroom.de – News – Journalisten potenzieren Kriegsrhetorik

LEUTEVOM 14.08.2015

Journalisten potenzieren Kriegsrhetorik

Die österreichische Journalistin Verena Daum-Kuzmanovic kritisiert in ihrem neuen Buch „eine unerträgliche und medial potenzierte Kriegsrhetorik, Kriegstreiberei und Kriegselend gigantischen Ausmaßes“.

vianewsroom.de – News – Journalisten potenzieren Kriegsrhetorik.

Wirtschaft ist Care – Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen

Wirtschaft ist Care

oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen
von

Ina Praetorius

Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos pdf  epub  mobi
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: Februar 2015
Seitenanzahl: 88
Lizenz: CC-BY-NC-ND

Die Ökonomie ist zu einer Art Leitwissenschaft geworden, aus der viele Menschen ihre Anschauungen über „normal“ und „richtig“ beziehen, über den Wert von Beziehungen und Tätigkeiten. Doch ausgerechnet diejenigen Maßnahmen zur Bedürfnisbefriedigung, die immer noch von viel mehr Frauen als Männern gratis in so genannten Privatsphären geleistet werden, kommen in der Wirtschaftswissenschaft gar nicht oder nur verzerrt am Rande vor. Welche Folgen hat diese Auslassung?

Zur Beantwortung dieser Frage unternimmt die Theologin Ina Praetorius in ihrem Essay „Wirtschaft ist Care“ eine Reise durch die Ideengeschichte des Abendlandes und zeigt die tiefe Verwurzelung einer ungerechten, zweigeteilten Ordnung in unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsorganisation.

Projekt Bank für Gemeinwohl – Wir gründen eine neue Bank. Gründen Sie mit!

Eine Bank für Gemeinwohl ist darum so interessant für eine ethische Wirtschaft, weil Banken das Herz des neoliberalen Kapitalismus, einer an Gewinnmaximierung und Wachstum orientierten Wirtschaftsordnung ist. Eine Bank, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt ist somit revolutionär anders. Sie beendet die künstliche Trennung von Wirtschaft und Gesellschaft, indem sie gesellschaftliche Werte auch auf die Wirtschaft anwendet. Was für das Private gut ist und Gültigkeit hat, muss auch im öffentlichen Leben und in der Wirtschaft Anwendung finden. Es gibt keinen erklärbaren Grund, warum Wirtschaft und Banken ohne ethisch-moralische Verantwortung agieren müssen. Auch die Systemlogik ist keine Erklärung, denn die Ziele und Werte, an denen sich die Banken und die Wirtschaft orientieren, sind von Menschen definiert. Menschen können andere Ziele und Werte definieren. Naturgesetz gibt es für diese Systeme ebenso wenig, wie für den Kapitalismus oder den Markt.

Kurt Walser

Projekt Bank für Gemeinwohl – Wir gründen eine neue Bank. Gründen Sie mit!.

Repaircafe – Initiative sucht NachahmerInnen

Im Repaircafe Nenzing-Walgau leisten Harald Mark und sein Team ehrenamtlich und unentgeltlich Hilfe zur Selbsthilfe bei der Reparatur von Geräten und Gegenständen, die sonst verfrüht auf dem Müll landen würden. Dadurch wird nicht nur die Nutzungsdauer der Geräte erhöht, der Müllberg verkleinert und die Geldbörse geschont, sondern auch das soziale Miteinander gefördert. Denn es geschieht in geselliger Atmosphäre, bei Café und Kuchen und gegen freiwillige Spenden. Sollte das Ziel von Harald Mark, in vielen Vorarlberger Gemeinden und Städten Repaircafes zu installieren erreicht werden, schont das die Umwelt und die Ressourcen.

Wenn Menschen vermehrt Produkte reparieren, anstatt wegzuwerfen, wirkt sich das auch auf die Wirtschaft aus. Sie ist dann  gefordert weniger, das aber in guter Qualität zu produzieren. Es gibt Alternativen zur zerstörerischen Idee des grenzenlosen Wirtschaftswachstums, der unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft folgt. Repaircafes sind so eine Alternative. Wenn sich Interessierte finden, wird Harald Mark gerne mit seinen Erfahrungen unterstützend zur Seite stehen. Für die Gründung weiterer Repaircafes braucht es Startkapital für Werkzeug, Einrichtungen etc.. Über den Ideenkanal hat Harald Mark deshalb eine Spendenkampagne (Link) gestartet.

Wer sollte sich angesprochen fühlen?
Technisch versierte Menschen, die Zeit zur Verfügung haben und einen sinnvollen Beitrag für das Gemeinwohl leisten wollen und, ganz im Sinne eines „Forums für ethisches Wirtschaften“, Werte vertreten, die nichts mit persönlichem Profit, Gewinn und Reichtum zu tun haben und nicht mit dem BIP gemessen werden können.

Infos zum Repaircafe im Walgau gibt’s hier: Link

Kurt Walser

Landwirtschaft: Kälber für die Tonne – DER SPIEGEL 18/2015

Landwirtschaft: Kälber für die Tonne – DER SPIEGEL 18/2015.

Ein Bericht, der die Notwendigkeit die Wirtschaft, in diesem Fall die Landwirtschaft, wieder auf ethisch-moralische Grundsätze zu stellen, verdeutlicht. Wenn wirtschaftliche Interessen mehr wert sind als der Respekt und der rechte Umgang mit der Natur (inklusive aller Lebewesen), dann können wir mit Fug und Recht von einem „kranken System“ sprechen. Die Logik dieses Wirtschaftssystem kennt keine moralischen sondern nur monetäre Werte. Das Ergebnis drückt sich in einem gestörten Verhältnis von den Menschen zu Tieren und der Umwelt aus. Eine von m.E. vielen Möglichkeiten diese Entwicklung auf lange Sicht nachhaltig zu verändern ist mehr Bildung statt Ausbildung. Wie wir nämlich leicht erkennen können, eignet sich der Verstand nicht als moralische Instanz, wenn durch Familie,  Schul- und Lehrausbildungsstätten hauptsächlich Individualismus, Leistungsprinzip und Konkurrenzdenken vermittelt werden.